SENSOMOTORISCHE WAHRNEHMUNGSFÖRDERUNG WIEN

Unsere sensomotorische Wahrnehmungsförderung im Bewegungsraum/Tanzraum ist geeignet für Kinder im Alter vom 3 bis 7 Jahren, die, mit oder ohne Diagnose, einen Verbesserungsbedarf in der Wahrnehmung haben.

Wann: an jedem Donnerstag:

  1. Gruppe: 14.45 – 15.40 Uhr
  2. Gruppe: 15.45 – 16.40 Uhr
  3. Gruppe: 16.45 – 17.40 Uhr

Erste kostenlose Schnupperstunde: Anmeldung erforderlich.

Ein kostenloses telefonisches Erstgespräch ist vor der ersten Schnuppereinheit möglich und sinnvoll.

Wo: Tanzstudio Monika Zörrer, Mariahilfer Str. 66, Wien, unmittelbar neben U3 Neubaugasse (im Tanzstudio wohnen auch zwei kinderfreundliche Katzen)

Kosten: 25 Euro/Kind/Stunde (ein 10-er Block 250 Euro)

Sensomotorische Wahrenhmungsförderung ist nur bei regelmäßigem Besuch unserer Förderstunden 1x in der Woche sinnvoll, deshalb bieten wir sie ausschließlich nur in 10-er Blöcken (10 aufeinanderfolgende Wochen) an.

Anmeldung: wahrnehmungskind@gmail.com oder Tel.: 0676 902 79 55

Plätze sind begrenzt, 5 Kinder pro Gruppe (individueller Zugang).

Ansprechpartnerin: Lubica Winkelmayr, Präsidentin des Vereins, Pädagogin und Spezialistin für sensorische Integration

Dieses Angebot beinhaltet noch zusätzlich Spiele, Tänze, Lieder und Übungen zum Erden, zum Erlernen des Kreuzens der Körpermittellinie und für die Förderung der Mundmotorik. Taktile Übungen (angreifen und spielen mit verschiedenen Materialien) und Empfehlungen – Übungen für zu Hause sind auch dabei. Es ist eine gute Vorbereitung auch für die Schule.

Liegende Acht und Kaffemühle zum Üben des Kreuzens der Körpermittellinie

Wahrnehmungskinder zeigen bereits in diesem Alter ein anderes Verhalten sowie Defizite in verschiedenen Entwicklungsbereichen. Ein Wahrnehmungsproblem kann sich bei jedem Kind unterschiedlich äußern, zum Beispiel:

  • im sprachlichen Bereich
    (z. B. sprachliche Dyspraxie, Autismus; das Kind spricht mit drei Jahren noch nicht oder nur sehr wenig)
  • im motorischen Bereich
    (motorische Unruhe, fein- oder grobmotorische Dyspraxie – Probleme in der Bewegungsplanung, der Auge-Hand-Koordination, beim Kreuzen der Körpermittellinie usw.)
  • in der Muskelspannung
    (zu hohe oder zu niedrige Muskelspannung)
  • bei Veränderungen und Übergängen
    (große Schwierigkeiten bei Übergängen, z. B. vom Kindergarten in die Schule)
  • im sozialen Bereich
    (Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen, stures Verhalten, Grenzüberschreitungen, mangelnde Regelbefolgung)
  • im emotionalen Bereich
    (hohe Reizbarkeit, Wutausbrüche, geringe Frustrationstoleranz, Probleme der Selbstregulation)
  • Hyperaktivität
    (ADHS)
  • in der Tiefenwahrnehmung (Propriozeption)
    (der eigene Körper wird nicht ausreichend gespürt, Schwierigkeiten bei der Kraftdosierung, zu lautes Sprechen, starkes Bedürfnis nach Körperkontakt und festen Umarmungen)
  • keine ausgeprägte Händigkeit
  • Probleme in der Stifthaltung
  • taktile Wahrnehmungsstörungen
    (taktile Überempfindlichkeit mit Abwehr von Berührungen oder taktile Unterempfindlichkeit; unangemessene Schmerz- sowie Kälte- oder Wärmeempfindung – zu stark oder zu schwach)
  • nicht integrierte frühkindliche Reflexe
  • verschiedene Lernschwierigkeiten
    (Probleme mit Konzentration, Aufmerksamkeit, Lerntempo oder spezifische Lernschwächen wie Legasthenie oder Dyskalkulie – diese zeigen sich besonders deutlich im schulischen Kontext)
  • hoher IQ (Hochbegabung)
    Hochbegabung ist sehr häufig mit Wahrnehmungsdefiziten verbunden.

Bei jedem Wahrnehmungskind treten einige dieser Schwierigkeiten auf. Hinter den meisten Problemen stehen Defizite in den drei Hauptsinnesbereichen der Wahrnehmung: dem Gleichgewichtssinn, der Tiefen- bzw. Eigenwahrnehmung und der taktilen Wahrnehmung.

Die Sensorische Integration ist eine bewährte und wirkungsvolle Methode, die diese drei Sinnesbereiche gezielt durch bestimmte Bewegungs- und Wahrnehmungsangebote anspricht. Durch die Förderung des Gleichgewichtssinns, der Tiefenwahrnehmung und der taktilen Wahrnehmung verbessern sich viele der genannten Probleme oft automatisch.

Die sensomotorische Wahrnehmungsförderung unterstützt betroffene Kinder dabei, ihre Wahrnehmung – und damit auch ihre Lebensqualität – nachhaltig und deutlich zu verbessern.