SENSOMOTORISCHE WAHRNEHMUNGSFÖRDERUNG im Gymnastikraum (Sensorische Integration)

Unsere sensomotorische Wahrnehmungsförderung im Bewegungsraum/Tanzraum ist für Kinder im Alter von 3 bis 7 Jahren geeignet, die – mit oder ohne Diagnose – einen Förderbedarf im Bereich der Wahrnehmung haben.

Wann: an jedem Donnerstag:
- Gruppe: 14.45 – 15.40 Uhr
- Gruppe: 15.45 – 16.40 Uhr
- Gruppe: 16.45 – 17.40 Uhr
Die nächsten Schnupperstunden werden im Juli oder August angeboten. Die Termine werden zeitnah bekannt gegeben.
Wo: Tanzstudio Monika Zörrer, Mariahilfer Str. 66, Wien, unmittelbar neben U3 Neubaugasse (im Tanzstudio wohnen auch zwei kinderfreundliche Katzen)
Kosten: 25 Euro/Kind/Stunde
Die sensomotorische Wahrnehmungsförderung ist nur bei regelmäßigem Besuch (einmal pro Woche) sinnvoll. Daher bieten wir die Förderung ausschließlich in zusammenhängenden Blöcken an.
Im laufenden Schuljahr finden die Förderstunden bis einschließlich 25. Juni 2026 statt. Anmeldung: wahrnehmungskind@gmail.com oder Tel.: 0676 902 79 55.
Nach der Sommerpause startet die Förderung ab September mit Monika Zörrer (Tanzlehrerin und Hundetherapeutin).
Anmeldung für den ersten 10er-Block ab September:
E-Mail: office@zoerrer.com
Telefon: 0650 927 08 70
Plätze sind begrenzt, 5 Kinder pro Gruppe (individueller Zugang).
Dieses Angebot beinhaltet noch zusätzlich Spiele, Tänze, Lieder und Materialien zum Erlernen des Kreuzens der Körpermittellinie und für die Förderung der Mundmotorik. Es ist auch eine gute Vorbereitung für die Schule. Bei Bedarf und auf Wunsch kann die Therapiehündin Nala in die Einheiten einbezogen werden. Kinder lieben sie. Die ruhige Ausstrahlung des Hundes wirkt sich oft positiv auf die Kinder aus, insbesondere auf sehr unruhige Kinder. Für manche Kinder stellt Nala zudem eine besondere Motivation dar.


Spezielle Elternberatung zur weiteren Vorgehensweise sowie zur Förderung zu Hause, im Kindergarten und in der Schule durch Lubica Winkelmayr (Präsidentin des Vereins, Pädagogin und Spezialistin für Sensorische Integration).
Dabei erhalten Eltern eine individuelle Erklärung der zugrunde liegenden Problematik ihres Kindes sowie konkrete Empfehlungen und Tipps für die weitere Förderung.
Voraussetzung: Ausgefüllter Fragebogen vor der Beratung
Kosten: 50 Euro pro Stunde
Terminvereinbarung: wahrnehmungskind@gmail.com oder Tel.: 0676 902 79 55
Wie erkenne ich ein Wahrnehmungsproblem bei meinem Kind?
Wahrnehmungskinder zeigen oft bereits von frühester Kindheit an ein anderes Verhalten sowie Auffälligkeiten oder Defizite in verschiedenen Entwicklungsbereichen. Ein Wahrnehmungsproblem kann sich bei jedem Kind unterschiedlich äußern, zum Beispiel:
- im sprachlichen Bereich
(z. B. sprachliche Dyspraxie, Autismus; das Kind spricht mit drei Jahren noch nicht oder nur sehr wenig) - im motorischen Bereich
(motorische Unruhe, fein- oder grobmotorische Dyspraxie – Probleme in der Bewegungsplanung, der Auge-Hand-Koordination, beim Kreuzen der Körpermittellinie, usw.) - in der Muskelspannung
(zu hohe oder zu niedrige Muskelspannung) - bei Veränderungen und Übergängen
(große Schwierigkeiten bei Übergängen, z. B. vom Kindergarten in die Schule) - im sozialen Bereich
(Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen, stures Verhalten, Grenzüberschreitungen, mangelnde Regelbefolgung) - im emotionalen Bereich
(hohe Reizbarkeit, Wutausbrüche, geringe Frustrationstoleranz, Probleme der Selbstregulation) - Hyperaktivität
(ADHS) - in der Tiefenwahrnehmung (Propriozeption)
(der eigene Körper wird nicht ausreichend gespürt, Schwierigkeiten bei der Kraftdosierung, zu lautes Sprechen, starkes Bedürfnis nach Körperkontakt und festen Umarmungen) - keine ausgeprägte Händigkeit
- Probleme in der Stifthaltung
- taktile Wahrnehmungsstörungen
(taktile Überempfindlichkeit mit Abwehr von Berührungen oder taktile Unterempfindlichkeit; unangemessene Schmerz- sowie Kälte- oder Wärmeempfindung – zu stark oder zu schwach) - nicht integrierte frühkindliche Reflexe
- verschiedene Lernschwierigkeiten
(Probleme mit Konzentration, Aufmerksamkeit, Lerntempo oder spezifische Lernschwächen wie Legasthenie oder Dyskalkulie – diese zeigen sich besonders deutlich im schulischen Kontext) - hoher IQ (Hochbegabung)
Hochbegabung ist sehr häufig mit Wahrnehmungsdefiziten verbunden.
Bei jedem Wahrnehmungskind treten einige dieser Schwierigkeiten auf. Hinter den meisten Problemen stehen Defizite in den drei Hauptsinnesbereichen der Wahrnehmung: dem Gleichgewichtssinn, der Tiefen- bzw. Eigenwahrnehmung und der taktilen Wahrnehmung.
Die Sensorische Integration ist eine bewährte und wirkungsvolle Methode, die diese drei Sinnesbereiche gezielt durch bestimmte Bewegungs- und Wahrnehmungsangebote anspricht. Durch die Förderung des Gleichgewichtssinns, der Tiefenwahrnehmung und der taktilen Wahrnehmung verbessern sich viele der genannten Probleme oft automatisch.
Die sensomotorische Wahrnehmungsförderung unterstützt betroffene Kinder dabei, ihre Wahrnehmung – und damit auch ihre Lebensqualität – nachhaltig und deutlich zu verbessern.

